Meine
Erfahrungen mit dem Australian Shepherd
Immer
wieder werde ich angesprochen und gefragt, was Phoenix denn
für eine Rasse sei. Das ist mir auch mit Ginger schon oft
passiert.
Immer habe ich die Antwort "Ein Australian Shepherd" gegeben. Was auch
sonst? Doch hat mich eine Erwiderung, die ich darauf bekam, in
Grübeln gebracht.
"Was ist das für ein Hund?"
"Ein Australian Shepherd"
"Ah, super, vielen Dank. Genau so einen wollen wir uns nämlich
auch holen"
Achso. Na gut. Viel Spaß.
Ich habe darüber nachgedacht, was diese Menschen wohl bewegt,
sich
genau so einen Hund zu holen. Da sie nichtmals den Namen der Rasse
kannten, kann es wohl kaum mehr als eines sein: die Optik.
Grundsätzlich kann ich diese Intention schon nachvollziehen.
Würde ich selber ja auch keinen Hund haben wollen, der mir
optisch
nicht gefällt. Aber das kann und darf - gerade bei einer Rasse
wie
dem Aussie - nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Viel eher sollte
man sich fragen: "Ich möchte einen Hund, ich habe so und so
viel
Zeit und möchte das und das mit ihm machen. Welche Rassen
kommen
da in Frage?" Und dann am Ende von den rausgefilterten Rassen schauen,
welche einem davon am besten gefällt.
Ich wollte schon immer einen Hund für Hundesport. Vor allem
Agility hat mich schon immer begeistert. Am nähsten liegt da
natürlich erstmal ein Border Collie. Aber wenn ich ehrlich
bin, so
einen möchte ich nicht geschenkt haben *duckundwech*. Also
wurde
es der Aussie.
Trotz vieler Bücher, die ich über den Australian
Shepherd
gelesen habe, war doch die Überraschung groß - vor
allem bei
Phoenix.
Wie heißt es zum Beispiel so schön? Der Australian
Shepherd
ist ein sehr intelligenter Hund, der schnell lernt. Ohja, das stimmt.
Die lernen verdammt schnell. Leider ist das nicht damit gleichzusetzen,
dass sie sich selber erziehen oder "sitz" schon nach der ersten
Übung perfekt können. Vielmehr lernen sie sehr
schnell, wie
man Frauchen und Herrchen um den Finger wickelt, welchen Blick man
einsetzen muss, um gekrault zu werden und sie merken sich sowas von
schnell, wer das ein oder andere mal inkonsequent ist - unglaublich ;-)
Auch liest man allzu oft, dass Australian Shepherds sehr sozial
verträglich seien. Mag stimmen, aber kommt es doch, wie bei
jedem
anderen Hund auch, auf die Sozialisierung an. Außerdem gibt
es
durchaus auch kleine Zecken dabei. Ich habe auch so ein Exemplar ;-)
Phoenix liebt zwar Hunde, sie liebt spielen und toben. Aber sie ist
schon oft Opfer gewesen, wurde angefallen, gebissen. Das
schlägt
sich natürlich auch in ihrem Verhalten nieder, an
der Leine
wird bei vielen Hunden versucht, sie zu verbellen. Außerdem
kann
sie noch so gut mit einem anderen Hund "befreundet" sein - bei Futter,
Spielzeug und Co. versteht sie keinen Spaß...
Dann ist da noch die allzu oft angepriesene "Zurückhaltung
Fremden
gegenüber". Haben meine nie gezeigt. Fast jeder ist sofort
Freund
und wird beschmust.
Zum "Will to please" kann ich nur soviel sagen: es gibt solche und
solche Tag ;-) *lach*
To be continued...